Warum Gelassenheit dein Leben retten kann

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Wie verdiene ich mein Geld, ohne zu sterben - warum Gelassenheit dein Leben retten kann?

 

Vor 10 Jahren fuhr ich die Landstraße nach Hause und erwischte mich bei einem Gedanken: „Wenn ich jetzt das Lenkrad einmal herumreiße, dann habe ich endlich Ruhe. Kein Druck, keine Verantwortung, keine Verpflichtungen kein Stress, einfach nur Ruhe.“ Zum Glück blieb es bei dem Gedanken, denn jung sterben ist keine Lösung.

 

Zwei Monate später stehe ich mit meiner Handwerksfirma zum 1. Mal auf der größten Fachmesse in Deutschland mit einem für meine Verhältnisse riesigen Stand. All-in, meine letzten liquiden Mittel sind aufgebraucht, aber egal ich habe ein Ziel. 15 Jahre war ich von dem Ziel getrieben, ein Millionen-Business aufzubauen. Ich dachte, wenn ich das schaffe dann bin ich erfolgreich, glücklich und bekomme Anerkennung für das, was ich aus dem Nichts - aus einer Idee erschaffen habe.

 

Mittags bekomme ich dann ein unerwartetes bedrückendes Gefühl, eine Unruhe - die ich vorher nicht kannte. Ich musste den Stand verlassen und an die frische Luft. Es wurde nicht besser. Ich stieg ins Auto und fuhr auf die Autobahn, ohne ein Ziel zu haben. Das bedrückende Gefühl verstärkt sich und ich verspüre eine Art Ohnmacht. Ich erreiche gerade noch eine Ausfahrt und stelle mein Auto ab. Ich war hilflos. Ich wurde dann mit Verdacht auf Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert. Da lag ich dann. Mein Ziel hatte ich erreicht. Der Weg und das Ergebnis schienen jedoch komplett anderes, als ich es mir vorgestellt hatte.

 

Ich war körperlich und seelisch ein Frack. Meine Gesundheit war durch einen Hörsturz und Panikattacken ruiniert und mein persönliches Glück oder ein perfekter Tag war weiter entfernt denn je. Ich wollte doch nach dem Aufstehen ein Gefühl der Gelassenheit spüren, tun und lassen, was ich möchte – wann ich möchte und mit wem ich möchte.

 

Gelassenheit ist das Gefühl innerer Ruhe, das es gerade in schwierigen Situationen zu bewahren gilt. Wer sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lässt, wenn etwas in der Umgebung stört oder schief läuft, kann im Endeffekt besser oder angemessener auf äußere Reize reagieren. Gelassenheit steht für innere Ruhe, einem inneren Entspannungszustand, der ein ruhiges und überlegtes Handeln ermöglicht.

 

Mit Schlafen und Wachen, Arbeit und Freizeit, Aktivität und Ruhephase bewegen sich die Menschen ständig zwischen den Polen von Anspannung und Entspannung. Wer dabei gelassen bleibt, kann die Balance zwischen beiden Extremen besser halten. Es gelingt nicht immer, denn die Überforderungen unserer Zeit sind oft einfach zu hoch. Manchmal ist es auch der Mensch selbst, der sich ständig überfordert. Das geht solange gut, bis der Körper ein eindeutiges Signal sendet. Mit Druckgefühlen im Brustbereich, mit Herzrasen, Atemnot oder anderen Symptomen zeigt er an, dass sich etwas ändern muss. Das hat mir mein Körper durch den Hörsturz und die Panikattacken deutlich gezeigt. Spätestens jetzt heißt es, umzuschalten und mit passenden Methoden wieder in eine ruhige, entspannte körperliche und geistige Haltung zu gelangen. Ich habe mich radikal dazu entschieden nur noch Dinge zu machen, die mir Spaß bereiten.

 

Auch ist Achtsamkeit einer der Schlüssel zur inneren Ruhe. Beobachte - wenn du es schaffst - deinen Atem, in einer schwierigen Situation und konzentriere dich auf ihn. Damit schaffst du die nötige Distanz zu den Dingen oder Personen, die den Stress in dir auslösen. In diesem kurzen Moment der Ruhe gelingt es dir vielleicht, einen anderen Blick auf die Dinge zu werfen. Vielleicht verringert sich der Stress oder du findest eine bessere Möglichkeit, darauf zu reagieren.

 

Dieses „den Atem bewusst beachten“ kannst du in entspannten Momenten üben, damit du es dann, wenn es nötig ist, anwenden kannst.

 

Achte auch auf deine Gedanken. Versuche festzustellen, wie du über bestimmte Situationen denkst und warum. Vielleicht misst du manchen Dingen zu viel Bedeutung bei. Wenn du anfängst, andere Gedanken zu entwickeln, verringert sich eventuell der Stress. Die „Innenschau“, wie sie z.B. in einer Meditation angewendet wird, ist immer auch ein Rückzugsgebiet aus dem stressigen Alltag. Du könntest deine Werte überprüfen und dich fragen, was dir wirklich wichtig ist im Leben. Vielleicht kommst du dann an den Punkt, dass du das, was du nicht ändern kannst, gelassen annimmst und du kannst manchmal, aber nicht immer, die Dinge einfach sein lassen. Vielleicht findest du so die nötige Kraft, stressende Dinge zu verändern.

 

Tipps, um gelassener zu werden und zu bleiben: Die nötige Voraussetzung für gelassenes Handeln ist die Fähigkeit, abzuschalten und sich von stressigen Situationen zu erholen. Sport und Bewegung, Atemübungen und Achtsamkeitsübungen, Yoga und Meditation bieten eine Fülle von Möglichkeiten, Stress gezielt abzubauen.

 

Die einen befreien sich mit sportlichen Tätigkeiten vom Stress. Die anderen finden ihre Erholung bei einer einsamen Wanderung oder im Gespräch mit Freunden. Wieder andere nehmen ein langes Entspannungsbad. Finde deinen eigenen Weg, der zu dir passt. Wichtig ist, dass sich der Stress im Körper wieder komplett abbaut. Was immer du zur Entspannung brauchst, unterstütze dich dabei mit positiven Gedanken. Sie erzeugen positive Emotionen, die den Körper mit Glücksgefühlen überschütten. Da bleibt kein Platz mehr für schädigende Stresshormone.

 

Letztlich sind es Ruhe- und Erholungsphasen, eine gute Ernährung, ausreichende Bewegung und positive Gedanken, die die innere Gemütslage ausgleichen. So wird es dir immer besser gelingen, eine gute Balance zwischen Anspannung und Entspannung einzuhalten, mit einem Wort, gelassen zu sein.

 

Du erfährst Gelassenheit auch dann, wenn du im Flow bist, wenn du dein wahres und volles Potential lebst. Wenn du deine Mission, deine Profession gefunden hast, und liebst, was du tust, bewegst du dich in genau diesem Raum. Ich habe für diese Erkenntnis nur 15 Jahre benötigt. Ich hoffe, du schaffst es schneller. Denn dann ist dein Leben deutlich leichter, und gesünder, wie man bei mir sehen kann.